Pflanze des Monats September

Der Augentrost (Euphrasia rostkoviana)


Der Augentrost (genauer gesagt der Gemeine Augentrost) ist im Spätsommer und im beginnenend Herbst häufig in Magerrasen, mageren Wiesen und Wegrainen zu finden. Als alte Heilpflanze und wurde er früher zur Behandlung von Augenleiden verwendet. Er enthält das Gift Aucubin, Gerbstoffe und ätherische Öle. Auch heute werden aus kultiviertem Ausgentrost noch Augentropfen und Augensalben hergestellt.

 


Er ist zwar etwas kalkscheu, aber im Bereich des Heckengäus an vielen Stellen zu finden. Deutlich seltener ist eine nahe verwandte Art, der Steife Augentrost (Euphrasia stricta), die sehr ähnlich ist und mit der er früher zu einer Art zusammengefasst wurde (Euphrasia officinalis).


Die Häufigkeit kann in manchen Jahren stark schwanken. Als einjährige Art kann der Augentrost jedoch auch schnell neu entstandene Lebensräume besiedeln.

 


Der Augentrost ist ein Halbschmarotzer aus der Familie der Braunwurzgewächse. Mit seinen Saugwurzeln zapft er die Wurzeln von Gräsern an und entzieht ihnen Nährstoffe und Mineralien.

 


Der Augentrost ist in in Mitteleuropa vor allem in den Mittelgebirgen weit verbreitet. Nordwärts geht er bis zu den Britischen Inseln, im Süden bis in die Pyrinäen, Mittelitalien und Rumänien. In Baden-Württemberg ist er bis auf einige Verbreitungslücken im Rheintal, am unteren Neckar und im Alpenvorland allgemein verbreitet. Da die Art noch in reichen Beständen vorkommt, besteht keine Bestandsbedrohung.

 

 

Die Kalkaster (Aster amellus)

Die Kalkaster ist eine typische Spätsommerblume unserer Heidegebiete im Heckengäu. Einzelne Vorkommen gibt es auch am Schönbuchsüdrand. Insgesamt werden im Kreis Böblingen ca. 30 Quadranten des Gauß-Krüger-Netzes besiedelt. Wie schon der Name sagt, ist sie vorwiegend auf Kalkboden angewiesen. Nur am Schönbuchrand kommt sie auch auf Keuper vor.

 

Sie besiedelt ausschließlich trockene und sonnige Stellen, sogenannte Steppenheide-Standorte. Häufig an Stellen, an denen dann einige Wochen später auch Fransenenzian und Deutscher Enzian zu finden ist.

Für die Kalkaster ist vielerorts auch der Name Bergaster als volkstümlicher Name üblich.

Große Vorkommen der Kalkaster befinden sich auf der Schwäbischen Alb. Im Schwarzwald fehlt sie hingegen wegen des fehlenden Kalkbodens fast völlig. Erst im Oberrheintal gibt es wieder Vorkommen. Nördlich des Heckengäus kommt sie bis nach Karlsruhe und auch in der Hohenlohe vor.

Infolge der Bemühungen, unsere Heidegebiete zu erhalten und wieder zur Schafbeweidung zu nutzen, sowie aufgrund ihrer realtiven Häufigkeit, ist die Kalkaster nicht gefährdet. Viele der Vorkommen sind in Naturschutzgebieten, Flächenhaften Naturdenkmalen oder geschützten Biotopen nach § 32 des Landesnaturschutzgesetzes geschützt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Ihre Spende hilft.

Suche

BUND-Umweltzentrum
im Kreis Böblingen
Herrenwäldlestraße 13
71065 Sindelfingen
E-Mail: bund-uwz@t-online.de
Tel.: (07031) 807336
Fax: (07031) 800483
IBAN:
DE16 6035 0130 0003 6768 40
BIC: BBKRDE6BXXX

Öffnungszeiten:
Di 14 - 18 Uhr
Fr 9 - 13 Uhr